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Der Otto Whitelisting-Prozess

Dieser Artikel behandelt alles, was du über den Otto Whitelisting-Prozess wissen musst, einschließlich der Freigabe von EANs auf der Sperrliste, damit sie neu vergeben werden können.

Was ist der Otto Whitelisting-Prozess?

Jede EAN darf nur einem Artikel zugewiesen werden, der auf dem Kanal Otto.de (INTEG, DOSS, KOOP) und in Otto-eigenen Shops wie Baur und Schwab angeboten wird.

Beim Ausspielen von Daten an den Kanal wird die EAN jedes Artikels an eine Otto-Artikelnummer geknüpft.

Daraufhin werden die EANs auf eine Sperrliste gesetzt, um die Verwendung an anderen Artikeln zu verhindern. Die folgende Abbildung (Abb. 1) fasst zusammen, wie EANs bei Otto funktionieren:

Abb. 1: Übersicht über den EAN-Vergabeprozess bei Otto

Abb. 1: Übersicht über den EAN-Vergabeprozess bei Otto

ACHTUNG: Diese Einschränkung bezüglich EANs gilt nicht für Otto Market!
Dort können mehrere Anbieter denselben Artikel bzw. dieselbe EAN anbieten.

TIPP: In der Terminologie des Kanals werden Produkte als "Styles" und Artikel als "SKUs" bezeichnet.
Otto zieht mit den "Items" zusätzlich eine Zwischenebene ein – diese Ebene bildet die erste Variantendimension ab.

Vom Whitelisting ist aber immer das gesamte Produkt betroffen.

Sobald deine Produktdaten erstmalig an Otto ausgespielt werden, speichert TB.One deren Struktur. Bei späteren Exporten wird automatisch geprüft, ob diese Struktur weiterhin gültig ist.

Wird eine an Otto übertragene EAN kanalseitig bereits verwendet, erscheint in den Fehler-/Statusmeldungen ("Kanäle > Kanal > Fehler-/Statusmeldungen") eine entsprechende Nachricht.

In diesem Fall wird Otto das betroffene Produkt nicht mehr im Shop listen. Die Sperrliste des Kanals verhindert also, dass (potenziell widersprüchliche) doppelte Angebote angezeigt werden. Sie kann ausschließlich vom Kanal bearbeitet werden.

Es kann vorkommen, dass bereits ausgespielte Produktdaten umstrukturiert und erneut an Otto übertragen werden müssen. Dies ist der Fall, wenn:

•Bereits verwendete EANs von deaktivierten Artikeln zur Anlage neuer Artikel genutzt werden

•Produkte gelöscht und neu angelegt werden (wobei die Artikel zum Teil unverändert bleiben können)

•Anpassungen der Variantendimensionen zu strukturellen Änderungen in den Produktdaten führen

•Neue EANs für bereits gelistete Artikel vergeben werden – In diesem Fall sind sowohl die neuen als auch die alten EANs betroffen

In all diesen Fällen ist ein Whitelisting der EANs erforderlich.

Wie funktioniert das Whitelisting?

Die Freigabe einer EAN von der Otto-Sperrliste muss zwischen dir, Tradebyte und dem Kanal koordiniert werden:

•Zunächst müssen die Stammdatenänderungen an den betroffenen Artikeln vorgenommen werden.

•Anschließend sollte die Liste der betroffenen EANs an Tradebyte zur Prüfung gesendet werden, falls EANs aufgrund ihrer Produktzugehörigkeit in der Liste fehlen: Dies ist nötig, weil Otto nur komplette Produkte deaktivieren kann und keine einzelnen Artikel.

•Du erhältst dann die Liste zur Freigabe zurück, zusammen mit einem Angebot für diese Leistungen. Danach erfolgt die Koordination des Whitelisting-Prozesses.

Eine vollständige Anleitung zur Beantragung des Whitelistings einer EAN findest du hier.

TIPP: Von Otto freigegebene EANs bleiben so lange verfügbar, bis sie von jemandem erneut beansprucht werden (sei es von dir oder einer anderen Partei).

ACHTUNG: Im Zuge des Whitelistings gehen die betroffenen Produkte in den Otto-Shops offline und verlieren Bewertungen und Ranking!
Wenn du das Integrationsmodell nutzt, werden außerdem alle betroffenen Artikel aus den Otto-Lagern an dich zurückgesendet.

Whitelisting einer EAN beantragen

1.Sende die Liste der betroffenen EANs an Tradebyte.

2.Tradebyte prüft die Liste und ergänzt gegebenenfalls weitere EANs, die aufgrund der Produktzugehörigkeit betroffen sind.

3.Du erhältst die ergänzte Liste samt Angebot zur Freigabe.

4.Nach erfolgter Freigabe wird Tradebyte den Export des Produktkatalogs deaktivieren.

5.Otto deaktiviert die Produkte und gibt die entsprechenden EANs kanalseitig frei.

6.Tradebyte whitelistet die Produkte in TB.One, reaktiviert den Export des Produktkatalogs und spielt die Daten neu an Otto aus.

7.Du wirst informiert, sobald das Whitelisting erfolgreich abgeschlossen ist – Achte im weiteren Verlauf verstärkt auf mögliche Fehlermeldungen nach dem Whitelisting.

TIPP: Um den Livegang der Produkte am darauffolgenden Wochenende sicherzustellen, sollte das Whitelisting zwischen Montag und Mittwoch angestoßen werden.